Nachhaltig heiraten – Neun Tipps zum Trend-Thema

von Chris
nachhaltig heiraten, Persönlich
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Nachhaltig heiraten – das ist einer der ganz großen Trends der Hochzeiten in den nächsten Jahren. Ganz sicher. Und damit meine ich nicht unbedingt, dass die ganze Hochzeitsdeko in grün getaucht wird – obwohl das wahnsinnig fantastisch toll aussieht – wie bei dem Shooting der Hochzeitsakademie, das ich mitentwickeln durfte.

Habt ihr schon gesehen.

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Nachhaltig heiraten und Hochzeit feiern – das ist das, worauf immer mehr Paare Wert legen. Aber wie kriegt ihr das hin? Gleich vorneweg: sie wird nicht „all green“ werden, eure Hochzeit – aber vielleicht mögt ihr ja den einen oder anderen Gedanken umsetzen und so die Umwelt einladen mitzufeiern, bei eurem großen Fest.

Hier kommen meine Tipps zum Thema „nachhaltig heiraten“:

Support your local Dealer. Kurze Wege. Klar ist es megacool, zum Brautkleid-shoopen nach Manhattan zu jetten. Aber ihr wisst, das Klima stöhnt und die Gletscher schmelzen. Meine Meinung, schon an dieser Stelle: bloß nicht verkrampfen und sich den Spaß nehmen lassen. Wenn ihr richtig, richtig Bock drauf habt, dann macht es. Vielleicht könnt ihr ja an anderer Stelle euren CO2-Foodprint wieder etwas reduzieren.

Saisonal denken. Grüne Brombeeren machen sich fantastisch in einem Brautstrauß oder im Haarteil und kommen jetzt im Sommer nicht aus Südafrika. Klar, man kann auch Erdbeeren zu Weihnachten haben. Aber richtig glücklich macht das nicht.

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DIY. Oder von Oma machen lassen. Unsere Candybar beim styled Shoot der Hochzeitsakademie haben wir komplett selbst gemacht (Bis auf die Macerons von Jö Makrönchen. Bei manchen Sachen empfiehlt sich: machen lassen!). Der Vorteil: ihr könnt die Zutaten im Bioladen kaufen und wisst genau, was drin ist.

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Jute statt Plastik. Ist schon alleine eine Frage der Ästhetik. Wie würden die kleinen Makramee-Hänger aus Plastik-Fäden aussehen? Nicht gut. Wenn ihr Materialien bei Garn & mehr einkauft, bekommt ihr gleich das Bio-Siegel und die Made-in-Germany-Gewissheit oben drauf. Passt und fühlt sich echt gut an, dass Jute-Garn.

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Schmuck: Heikles Thema. Wissen wir unter welchen Bedingungen in Afrika Metall und Diamanten für unsere Eheringe gefördert werden? Hier könnt ihr einfach über eure Nachfrage Bewusstseinänderung schaffen. Die Designerin Alexandra Baum zum Beispiel kann in vielen Fällen ihre Schmuckstücke auch aus fair gehandeltem Material anbieten oder eben durch das Nachfrage-Prinzip den umweltverträglichen Abbau von Edelmetallen unterstützen. We like!

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Made in Germany. Das Brautkleid made in Germany ist echt eine Investition, ich weiß das. Aber so eine Billigkopie aus China keine Alternative. Ich unterstützt damit nicht nur die Designerin, wie Mona Berg, die ihr im Atelier vielleicht sogar persönlich kennenlernen dürft. Ihr tragt auch dazu bei, dass das Wissen um die Materialien und Nähkunst erhalten bleibt. Ja, ok, die Seide kommt natürlich auch nicht vom Maulbeerbaum um die Ecke sondern muss einmal um die halbe Welt fliegen. Aber ihr wisst wenigstens, unter welchen Bedingungen euer Brautkleid geschneidert wurde, und das ist doch schonmal viel Wert, oder?

Bio-Essen.  Im Alltag geht ihr gerne in den Bio-Laden einkaufen, nicht nur, weil es die Umwelt freut, sondern weil das Zeug einfach besser schmeckt – aber bei der Hochzeit ist es euch egal? Natürlich, wenn ihr die Wunsch-Location habt, dann seid ihr vielleicht auf den klassischen Caterer angewiesen. Aber allein die kleine Frage „Habt ihr auch Bio-Fleisch?“ – wenn diese viele Hochzeitspaare stellen, dann wird sich der Caterer überlegen, ob er in Zukunft nicht auch Bio-Produkte verwendet. Nachfrage macht Angebot. Einfach, das.

Spenden. Ihr habt schon alles und die Hochzeit ist bezahlt? Sucht euch eine Organisation aus, die ihr unterstützen wollt. Vielleicht eine, die grüne Projekte fördert. Oder ihr bastelt zwei Boxen für die Geldgeschenke an eurer Hochzeit. Eine für euch und die Flitterwochen und eine um etwas abzugeben von dem Glück, das ihr gerade habt.

Hochzeitsreise. Ich reise auch um die halbe Welt so oft es geht, weil ich exotische Länder einfach liebe. Und das geht nunmal nur mit dem Flugzeug, der ollen Co2-Schleuder. Vielleicht könnt ihr ja um Gegenzug daheim eure persönliche Bilanz ein bisschen ausgleichen. Mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, zum Beispiel.

Nochmal, bitte: nur nicht verkrampfen und alles richtig machen wollen! Eine Hochzeit ist ein Fest, auf dem man es auch mal richtig krachen lassen darf, meine ich.

Für mich bedeutet nachhaltig heiraten eben auch Genuss: lecker Bio-Essen, zum Beispiel. Noch besser, wenn man mit gutem Gewissen genießen und feiern kann!

Fotos:

abgedreht Weddings | Katrin und Sandra

von

Chris

Chris Libuda liebt es, ihre Ideen mit der Welt zu teilen. Wenn die erfahrene Journalistin nicht gerade auf Deinem Hochzeitsblog schreibt, ist sie Chefredakteurin beim Print-Magazin marryMAG. Außerm entwickelt sie liebend gerne kreative DIY's, coacht andere Blogger, hält Workshops und moderiert Veranstaltungen



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