Alle Artikel in: Astrids Kolumne: Brides only!

Nein, Schatz, mein Brautkleid verkaufe ich nicht {Brides only}

Dass Chris ihr Brautkleid verkaufen will, brachte mich ins Grübeln. Okay, es ist nur ihr Zweit- bzw. Drittkleid, denn ihr Liebster hatte da ja ganz besondere Wünsche… Aber trotzdem. Was heißt das für mich? Mein Kleid hängt seit über einem Jahr im Keller. Hätte ich meinen Mann mitbestimmen lassen, wäre ich wohl in einem geliehenen Kleid zu unserer Hochzeit erschienen.

Die Groomzilla-Challenge {Brides Only}

Eine unter Brautpaaren nicht selten anzutreffende Spezies blieb hier skandalöserweise bisher unerwähnt – das muss ich heute unbedingt ändern. Die Rede ist vom männlichen Verlobten, der von plötzlicher Taubstummtheit befallen wird, sobald von den als nächstes anstehenden Bastelprojekten seiner besseren Hälfte die Rede ist – und der sich zu keinerlei Kompromissen bereit zeigt, was die Top-Themen seiner eigenen Prioritätenliste betrifft. Im Fachjargon bezeichnet man ihn korrekt als Groomzilla.

Meine Tischdeko-Idee für Nichtbastler

Heute entscheiden wir mal ohne die Männer. Hin und wieder ist das durchaus drin – er sagt dann mit abwesendem Blick Dinge wie: „Mach wie du meinst, Schatz.“ Kein Grund, sich zu ärgern! Im Gegenteil. Nehmt ihn beim Wort. Ein Thema, bei dem das gut klappen könnte, ist zum Beispiel: die Tischdeko.

Abends am Lagerfeuer: Schatz, ich brauche eine Entscheidung!

Standesamt. Kontostand. Kleidergröße. Lieferfrist. Absatzhöhe. Hinter jedem Wort steckt eine kleine bis alles in Frage stellende Krise während der Hochzeitsplanung. Aber: nichts kann den Kampfgeist der stresserprobten Braut so sehr erschüttern wie die eine, die große Hürde, die so gut wie jede Entscheidung auf dem Weg zum großen Tag überwinden muss. Sie heißt: der Mann.

Highway to hell und eine Topfpflanze: Tipps für Eure freie Trauung

Beim letzten Mal hatte ich Euch Tipps versprochen für Eure freie Trauung. Vor meiner eigenen bin ich auf genau fünf Hochzeiten gewesen – in meiner frühen Jugend auf einer rustikalen Dorfhochzeit, an die ich mich nur ungern erinnere, Jahre später auf einer amerikanisch inspirierten Märchenhochzeit inklusive Schloss und weißen Tauben, auf einer tschechischen Hochzeit in Prag mit einem riesigen Spanferkel neben dem Buffet, auf der sehr entspannten Hochzeitsparty eines sehr entspannten Paares, das vorher im engsten Kreis geheiratet hatte und – zwei Monate vor unserem großen Tag – auf der Hochzeit des Trauzeugen meines Bräutigams. Keine einzige davon mit einer freien Trauung. Es stellte sich also die Frage: Wie läuft sowas eigentlich ab? Mir war zu diesem Zeitpunkt immerhin bewusst, dass „frei“ nicht „im Freien“ bedeutet – eine durchaus nicht selbstverständliche Erkenntnis.

Freie Trauung: Kein Quatsch, sondern unsere Rettung. Eure auch?

Frisch verlobt hat sich mir der Sinn einer freien Trauung so wenig erschlossen wie der von Plastikblumen im Gäste-WC. „Braucht man nicht – warum macht man so etwas?“ war meine Meinung dazu. Bis zu unseren ersten Begegnungen mit den Hamburger Standesämtern. Deren Ergebnis lässt sich, stark verkürzt, als „Geht nicht!“ zusammenfassen. Nicht am Wochenende, nicht in der Location unserer Wahl, nein, niemals, keine Chance.Ein ähnliches Gefühl wie das, wenn eine Röhrenjeans, die absolut perfekt gewesen wäre für diesen einen wichtigen Termin, weil sie sitzt wie ne Eins und zur Lieblingsbluse passt wie sonst keine – also wenn diese eine Hose plötzlich ausverkauft ist, in allen Filialen, weltweit und virtuell. Nur schlimmer. Man weigert sich, es zu glauben. Weil es doch einfach nicht sein kann.

Eine rosarote Brille für die Braut

So glücklich ich darüber bin, als Ex-Braut diese Kolumne schreiben zu dürfen (und darüber, mit dem Liebsten verheiratet zu sein, natürlich), so schade finde ich es trotzdem manchmal, keine Braut mehr zu sein. Kurz vor unserer Hochzeit hatte ich (zum Glück…) nicht die berühmte Panik, dass alles schief gehen oder nicht rechtzeitig fertig werden würde – aber ich hätte gut noch ein paar Monate länger die Bride-to-be mit rosaroter Brille sein mögen. Und das nicht nur, um solche herrlich verrückten Photobooth-Bilder mit meiner Trauzeugin zu schießen. Ich rate jedem Paar, mindestens ein Jahr Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit zu lassen. Wenn die Location erstmal fest gebucht und der Kampf mit dem Standesamt ausgefochten ist, macht es nämlich ziemlich viel Spaß, die Braut in spe zu sein.

Trauzeugin Undercover: die Haarnadel-Mission

Ihr lieben Bräute, Geheimnisse sind doch etwas Wunderbares. Das Kleid der Kleider bis zum großen Tag in fremden Wohnungen vor dem Liebsten verstecken. Nächtelang an den Gastgeschenken basteln und vor Freude auf die glücklichen Gesichter der Gäste bis zum Morgengrauen nicht müde werden. Ein persönliches Eheversprechen für die Trauung schreiben und beim kleinsten Gedanken an den Moment, in dem er es hören wird, schnell die Tränen wegblinzeln. Eine Hochzeit braucht Geheimnisse wie eine Hochsteckfrisur die Haarnadeln. Aber – um bei diesem Bild zu bleiben – ist es nicht noch schöner, wenn ein paar Locken wie zufällig um die Schultern fallen, damit das Ganze nicht verkrampft und betoniert wirkt? Ich finde: unbedingt.

Das Brautkleid-Soufflee

Ein Kleid verhält sich zur weiblichen Garderobe wie ein Schokosoufflee zum Vier-Gänge-Menü. Wenn nicht wirklich alles perfekt passt, ist es nichts als ein trauriges Häufchen verschwendeter Rohstoffe, die beim ersten schiefen Blick in sich zusammenfallen wie Zuckerwatte im Regen. Zurück bleibt ein zähflüssiger Kern – oder eben eine Depression in der Umkleidekabine. Nur ein Kleid kann den ganzen Körper umschmeicheln und in Szene setzen, als würde es mit dem Spiegel gemeinsame Sache machen. (Ich habe jedenfalls noch nie eine Hose anprobiert, die auch mein Dekolleté groß rausgebracht hat. Oder eine Bluse gefunden, die lange Beine zaubern konnte.)

Vom Suchen und Finden der perfekten Trauzeugin

Ihr lieben Bräute, so ein schönes Gefühl, den Mann gefunden zu haben, mit dem man alt und schrumpelig in der Abendsonne auf der Veranda sitzen und auf all die kleinen und großen Ereignisse des gemeinsamen Lebens zurückblicken möchte! Wenn uns das jemand gesagt hätte, damals, als die Männerwelt aus Nichtzurückrufern, Nurdaseinewollern und Fluchtreflexauslösern zu bestehen schien und wir sicher waren: An einen normalen Typen zu geraten, ist ähnlich abwegig, wie bei ZARA in eine Größe 36 zu passen. Dann spazierte er in unser Leben, der Liebste, der Eine, und die Sache war klar. Plötzlich machte er Sinn, dieser Spruch, den wir bisher ignoriert hatten und jetzt an unser Pinterest-Board pinnten: Vom Rest des Lebens mit diesem „someone“ trennt Euch jetzt nur noch eins. Die Entscheidung für Eure Trauzeugin. Waaahhh! Ist das etwa so schwer, wie den richtigen Mann zu finden?! Auf keinen Fall. Ihr könnt ganz einfach Schritt für Schritt vorgehen. 1. Möchtet Ihr beide, dass es bei Eurer Hochzeit Trauzeugen gibt? Die Frage klingt simpel, kann es aber in sich haben. Zum Beispiel, wenn …

Save-the-Date und die Rettung vor Onkel Horst

Ihr lieben Bräute, oder sollte ich sagen: Projektmanager? Fühlt Ihr Euch manchmal so? Meilensteine, Checklisten, Budgetkrisen, Meetings – eine Hochzeit ist ein herrliches Projekt. Und die Verlobung der Kick-Off? Na ja, fast. Ich sage: richtig verlobt seid Ihr erst, wenn Euer Hochzeitstermin feststeht. Man ist schließlich auch nicht gleich schwanger, nur weil man die Pille abgesetzt hat. Wann geht’s richtig los? Wann glauben wir auch den seit zwölf Jahren Dauerverlobten, dass sie jetzt doch endlich wirklich heiraten wollen? Sobald dieses Versprechen schwarz auf weiß (grau auf rosa, türkis auf hellbraun – je nach Farbschema) in unserem Briefkasten landet. Oder in unserem Posteingang. Ein Save-the-Date! Natürlich könnt Ihr eine WhatsApp-Gruppe mit dem Betreff „Save-the-Date“ erstellen oder per Outlook eine Kalendereinladung verschicken, inklusive automatischer Erinnerung eine Stunde vor dem Ja-Wort. Vielleicht ist sogar eine standesamtliche Trauung im großen Konferenzraum möglich? Stoooopp!! Ob es Männer gibt, die ihrer Zukünftigen so etwas vorschlagen würden? Außer Bernd Stromberg? Nun ja. Eine Hochzeit ist zwar ein Projekt, aber ein Outlook-Termin kein Save-the-Date. Das Save-the-Date sagt vor allem zwei Dinge. Erstens: „Es …